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Hypo Real Estate Rücksetzer abwarten 10.04.2008
Geldanlage-Report
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" halten die Aktie von Hypo Real Estate (ISIN DE0008027707 / WKN 802770) für mutige Anleger für interessant.
Das eigentlich funktionierende Geschäftsmodell sei im Kurs aktuell nicht ausreichend berücksichtigt. Mit einem Ertragsrückgang sei aber trotzdem zu rechnen.
Beim Namen Hypo Real Estate denke aktuell jeder nur an Kreditkrise und Milliarden-Abschreibungen. Das habe sich der Vorstand zwar dank mangelhafter Kommunikation mit dem Kapitalmarkt selbst zuzuschreiben.
Zum einen zeige aber das Beispiel Bear Stearns, dass die Banken oft tatsächlich nicht prognostizieren könnten, wie schnell die im Portfolio enthaltenen strukturierten Produkte an Wert verlieren würden. Zum anderen habe man nun aber offenbar aus den Fehlern gelernt und bei der Analystenkonferenz am 28. März einen kompletten Überblick über die maximalen Restrisiken gegeben. Demnach verfüge man über ein strukturiertes Kreditportfolio im Wert von 6,6 Milliarden Euro.
Demgegenüber stünden bisherige Abschreibungen von gerade einmal 300 Millionen Euro für die viel zitierten Collateralized Debt Obligations. Gleichzeitig habe das Unternehmen aber innerhalb des letzten Jahres 60 Prozent seiner Marktkapitalisierung eingebüßt. Das entspreche einem Wertverlust von 5,7 Milliarden Euro. Daran lasse sich erkennen, wie viel an zukünftigen weiteren Abschreibungen bereits im Kurs eingepreist sei.
Auf Basis des aktuell vorliegenden Zahlenmaterials, das ohne Zweifel mit einer großen Unsicherheit behaftet sei, würden Analysten nichtsdestotrotz von einem Vorsteuergewinn für 2008 von rund 750 Millionen Euro ausgehen. Die Nettogewinnschätzungen pro Aktie würden von 2,70 bis 3,00 Euro je Aktie ausgehen.
Daraus errechne sich selbst nach der jüngsten massiven Kurserholung noch ein KGV im Bereich von sechs bis sieben. Die Konsensschätzungen würden dabei im Vergleich zu der Ankündigung von Unternehmensseite, dass die 1 bis 1,2 Milliarden Euro Vorsteuergewinn in 2008 "möglicherweise nicht mehr ganz erreicht werden könnten", also bereits einen deutlichen Risikoabschlag beinhalten.
Damit sei die Aktie derzeit alles andere als überbewertet. Denn im Gegensatz zu anderen deutschen Großbanken habe die Hypo Real Estate einen Trumpf in der Hand: Das relativ sichere Standbein Public Finance, das durch die Übernahme der von Irland aus agierenden DEPFA-Bank entstanden sei. Hier biete man Finanzierungs- und Investmentlösungen für ein breites Spektrum an Staats-Infrastrukturlösungen an und sei exzellent am Markt positioniert.
Das heiße: Staatliche Infrastrukturprojekte seien aber ein sehr stabiles Basisgeschäft - auch in konjunkturschwachen Phasen. Auf dieses so genannte Pfandbriefgeschäft wollten die Münchener dann auch folgerichtig ihren Schwerpunkt beim Neugeschäft legen.
Nach Ansicht der Experten vom "Geldanlage-Report" sollte nach dem jüngsten Kursanstieg um 40 Prozent innerhalb weniger Tage vor dem Kauf der Hypo Real Estate-Aktie ein Rücksetzer abgewartet werden. Im Kurs der Aktie sei bereits ein enormer Sicherheitsabschlag eingepreist. Bei kleineren Rücksetzern verfüge das Papier über ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. (Analyse vom 10.04.2008) (10.04.2008/ac/a/d)
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